Strom kommt aus der Steckdose

Ganz so einfach ist es doch nicht.

Wie der Strom erzeugt wird und welche Auswirkungen die Energiewende auf den Strommarkt hat, erläutern wir Ihnen gerne.

Woher kommt der Strom?


Die Stromerzeugung in Deutschland befindet sich seit einigen Jahren im Wandel. Hintergrund ist die Energiewende und der damit beschlossene Ausstieg aus der Atomkraft und eine Steigerung der Erzeugung von Energie aus erneuerbaren Quellen.

Die erneuerbaren Energieträger holen mächtig auf, in Deutschland wird aber noch immer der größte Teil der elektrischen Energie aus Kohle gewonnen.

Diagramm Bruttostromerzeugung in Deutschland 2015
Quelle: BMWI, AG Energiebilanzen (Dezember 2015)

In den Industrieländern ist ein Leben ohne Elektrizität heutzutage kaum noch denkbar. Strom wird meist in Kraftwerken erzeugt. In Steinkohle- oder Braunkohlekraftwerken wird Kohle verbrannt. Die dadurch entstehende Wärme lässt Wasser verdampfen, wodurch eine Turbine angetrieben wird. Über 40 % des in Deutschland erzeugten Stroms kamen 2015 aus Kohlekraftwerken (Steinkohle 18 %, Braunkohle 24 %).

Das Problem bei der Stromerzeugung durch fossile Brennstoffe ist deren begrenzte Verfügbarkeit und die Klimaschädlichkeit durch den Ausstoß von CO₂. Mit der Technik der Kraft-Wärme-Kopplung kann durch gleichzeitige Strom- und Wärmeerzeugung eine höhere Effizienz erreicht werden.

Immer weniger Strom aus Atomkraftwerken


Einen weiteren Teil der Stromerzeugung bestreiten Atomkraftwerke. 2015 kamen 14,19 % des deutschen Stroms aus Kernkraftwerken. Zum Vergleich: 2009 war es noch knapp ein Viertel. Im Reaktor eines Atomkraftwerks wird durch Kernspaltung Wärme erzeugt, der erzeugte Wasserdampf treibt dann eine Turbine an. Die Umwandlung der Energie geschieht prinzipiell also ähnlich wie in anderen Wärmekraftwerken.

Die Nutzung von Kernenergie zur Stromerzeugung wird von vielen abgelehnt, nicht nur wegen des Ausmaßes möglicher Unfälle, sondern auch aus allgemeiner Angst vor der Strahlenbelastung. Zudem stellt sich das Problem, dass anfallender Atommüll sicher gelagert werden muss, was die umstrittenen Atommülltransporte nötig macht. Auch ist die Frage der Endlagerung dieser Abfälle noch nicht geklärt. Ein Ausstieg aus der Atomkraft ist bis 2022 von der Bundesregierung vorgesehen.

Umweltfreundliche Stromerzeugung durch erneuerbare Energien


Der Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung wird immer größer. Deren Ausbau ist ein wichtiges Thema in der Politik und bei der Bevölkerung.

Zu den erneuerbaren Stromquellen gehören Windkraft, Sonnenenergie, Wasserkraft und Biomasse. Insgesamt lag der Anteil der erneuerbaren Energien 2009 bei etwa 10 %. Bis 2015 stieg der Anteil auf 30 %. In Deutschland leistet die Windkraft mit ca. 13% den größten Beitrag, gefolgt von der Stromerzeugung aus Biomasse (6,8 %) und über Solaranlagen erzeugter Strom (6 %). Strom aus Wasserkraft trägt zu 3 % zur Stromerzeugung bei.

Problematisch dabei sind die Schwankungen, denen natürliche Energieträger beispielsweise durch Jahreszeiten und Wetterbedingungen ausgesetzt sind. Außerdem ist der Ausbau teuer, der Wirkungsgrad vergleichsweise gering. Die absehbare Verknappung fossiler Brennstoffe und Klimaschutzbemühungen führt jedoch dazu, dass immer stärker auf erneuerbare Energien zur Stromerzeugung gesetzt wird.

Stromerzeugung im heimischen Garten oder Keller


Strom kann man auch selbst erzeugen. Die Stromerzeugung auf dem eigenen Grundstück wird sogar immer beliebter. Auf lange Sicht kann es günstiger sein und man kann etwas zum Umweltschutz beitragen. Allerdings muss am Anfang mit hohen Investitionskosten gerechnet werden. Die bekannteste Möglichkeit der privaten Stromerzeugung ist wohl die durch Solaranlagen, die meist auf Dächern angebracht werden. Weiterhin gibt es die Möglichkeit, durch ein Blockheizkraftwerk sowohl Strom als auch Heizwärme zu erzeugen.

Steigende Stromkosten


Obwohl die Preise an den Strombörsen in den letzten Jahren stark nachgaben, hat sich der durchschnittliche Strompreis für Privathaushalte seit der Jahrtausendwende mehr als verdoppelt. Steuern, Abgaben und Umlagen haben sich seit 2000 fast verdreifacht.

Die Finanzierung der regenerativen Energien wird über das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) geregelt. Die EEG-Abgabe beträgt mittlerweile 6,35 ct/kWh (Stand 2016). Insgesamt machen die staatlichen Belastungen heute mehr als die Hälfte des Strompreises aus (54 %). Auf Netzentgelte entfallen 25 % und die verbleibenden 21 % bekommt der Stromanbieter für die Stromerzeugung.

Neben der Effizienzsteigerung der Verbrauchsgeräte kann auch ein Wechsel zu einem günstigeren Anbieter lohnend sein. Seit der Liberalisierung des Strommarktes haben die Verbraucher die Möglichkeit, Ihren Stromversorger zu wechseln. Ein Preisvergleich zwischen den Anbietern lohnt sich in den meisten Fällen.

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